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17.12.11 von Schwarzwaldmädel.
‘Macht’ der Beruf Sinn?
(Wahl-)Freiheit: Burn-on oder Stille Nacht. Oder: Der Weg zur Weisheit in der Führung.
Die Berufswahl - als die Führungskraft noch Anfang zwanzig war…
Am Anfang eines Berufsleben fragen sich die wenigsten jungen Menschen ‘Was ist der Sinn meines Berufes?’, ‘Was ist meine Berufung’, ‘Was ist der Sinn meines Lebens?’ oder ‘Was ist meine Lebensaufgabe?’ Fragen, die nicht mit der Logik oder dem Verstand erfaßt werden können, auch wenn das Wort ‘Sinn’ im Deutschen meist wie das Wort ‘Logik’ verwendet wird. Die Frage: ‘Macht das Sinn?’ kann auch umformuliert werden in ‘Ist das logisch?’ Doch die Frage nach dem Sinn des Berufes oder Berufung hat nur bedingt etwas mit Logik zu tun.
Laut Duden bedeutet SINN = ‘der eine Fährte Suchende’. Doch wer begibt sich tatsächlich auf die Suche nach einem sinnvollen und sinnstiftenden Beruf? Die meisten entscheiden sich für einen Beruf, der geprägt ist von äußeren Umständen: ob Mann oder Frau, als Jugendlicher wird der Berufssuchende von seinem Umfeld geprägt und vor allem von deren Erwartungen. Die Oma sagt zur Enkeltochter ‘Was brauchst Du schon studieren? Mache einen guten Schulabschluss, suche einen Mann, heirate und bekomme Kinder.’ Der Opa meint lapidar dazu ‘Du wirst schon das Richtige finden.’ Die Mutter bringt noch mehr Verwirrung: ‘Studiere auf Lehramt, das ist sicher und gut mit Kindern zu vereinbaren.’ Der Vater hält sich scheinbar raus und sagt nur: ‘Werde einfach mein Nachfolger’. Dass ein Jugendlicher sich bewusst gegen die Erwartungen stemmt ist selten, dass Eltern ihn fragen ‘Was ist Deine Berufung?’ noch seltener. Dass sich ein junger Mensch bewusst auf den Weg macht, um seine ‘Berufs-Fährte’ zu suchen und zu verfolgen, die ihn an sein Ziel ‘Beruf mit Sinn’ führt, ist die absolute Seltenheit. Die echte Chance Berufung zu finden und zu leben wird vielen Menschen verwehrt.
Statt dessen ist es so, dass bei Frauen darauf geachtet wird, dass der Beruf die Vereinbarkeit von Beruf & Familie erfüllt - wenn überhaupt. Oder sie ergreifen ohne Ziel und Sinn ein Studium, das weder Anstellung noch einen Verdienst verspricht, oder eine Lehre oder einen Beruf, der Berufung ist. Anders sieht es da schon bei den Männern aus. Sie sind auf Karriere getrimmt. Sie studieren BWL oder VWL. Schon der Studiengang und der darauf folgende Berufsweg versprechen Erfolg. Im besten Fall fragt er sich noch, ob sich die Berufswahl dafür eignet, dass er damit die finanzielle Verantwortung für eine Familie übernehmen kann. Oder die Berufswahl stellt sich gar nicht, da das Unternehmen des Vaters oder der Eltern weiter geführt werden muss/soll. Halt- und orientierungslos sowie ‘ohne Sinn und klaren Verstand’ erfüllt die junge Führungskraft die Erwartungen der Älteren oder widersetzen sich ihnen.
Geld, Position und Machtstreben oder Anpassung als Parameter der Berufswahl
Bei vielen Menschen stehen jedoch Geld und Karriere im Vordergrund. Unbewusst wird dadurch die Aufwertung des eigenen Selbstwertes durch Status- und Machtsymbole wie Auto, Haus, teure Kleidung und Position im Beruf kompensiert. Statussymbole machen etwas her. Sie sind Zeichen der Macht in der jeweiligen Position der Führungskraft und Zeichen des äußeren Reichtums sowie der eigenen Wertigkeit. Schmeicheleien und Anerkennung von Freunden und Kollegen inklusive. Gerade viele männliche Führungskräfte fragen nicht bei der Berufswahl nach dem Sinn, sondern sie haben alleinig das Geld, die Macht und den äußeren Reichtum im Sinn.
Die Anfänge des Burn-out und anderen Krankheiten
Andere, meist Männer - jedoch auch Frauen -, überlegen unbewusst nur, welcher Beruf es ihnen ermöglicht, höher gestellt und angesehener sowie reicher zu werden als die Eltern. Führungskräfte sagen oft: ‘das einzige Ziel meiner Berufswahl war, besser und reicher zu werden als mein Vater. Er hat nie gesehen oder erkannt wer ich wirklich bin. Statt mich zu fördern, hat er nur auf mir herum gehackt oder mich links liegen gelassen. Ich konnte es ihm als Kind und Jugendlicher nie recht machen - egal ob in der Schule oder beim Fußball spielen.’ So wird bei der Berufswahl nicht nach dem Sinn gefragt, sondern die Berufswahl wird zum Racheakt. In der Transaktionsanalyse (vgl. Eric Berne) spricht man dabei auch von sog. Rabattmarken, d.h. das Kind merkt sich in seinem Unbewussten, was die Eltern ihm oder ihr in der Kindheit durch Mißachtung angetan haben und zahlt es ihnen unbewusst zu einem späteren Zeitpunkt, durch den Aufbau von äußerem Reichtum in Form von Macht- und Statussymbolen, heim. Für die Eltern ist dadurch offensichtlicher, dass das Kind ‘besser’ ist. Doch eigentlich möchte das Kind auch in späteren Jahren nach wie vor nur Liebe, Achtung und Wertschätzung von den (noch lebenden oder verstorbenen) Eltern. Doch das bekommt es nach wie vor nicht. Es beschließt unbewusst, noch perfekter im Beruf zu werden. (Die anderen wählen den Nicht-Perfektionismus als Racheprogramm und sind erfolglos. Der nachfolgende Text konzentriert sich auf die Perfektionisten).
Perfektion macht keinen Sinn. Warum? Der Perfektionist ist NIE zufrieden mit sich (und anderen) und legt seine eigene Meßlatte immer weiter hoch. Er schraubt sich selbst in die “ich-bin-nie-100%-perfekt-Spirale”. Der einzige SINN, den der Perfektionist hat, ist die Perfektion! Da der Perfektionist, seine perfekten Ziele nicht bzw. nie erreicht, weil er sich nicht (er-)kennt und sinnlos seinem Perfektionimus nachstrebt, ist er von sich selbst (unbewusst) enttäuscht bzw. desillusioniert. Er dreht sich im Kreis und wird seiner Arbeit überdrüssig. (Nur am Rande sei erwähnt, dass den Ansprüchen des Perfektionisten auch im Privaten kein Partner genügt und somit wird er auch hier immer wieder enttäuscht). Die Folgen sind Konflikte, Krisen, Verzweiflung oder Zusammenbruch. Die Spätfolgen sind oft Burn-out oder andere Krankheiten. Perfektionisten tragen im Unbewussten die paradoxe Gleichung in sich:
Wenn ich perfekt bin, werde ich geliebt.
Die Spätfolgen der sinnlosen Berufswahl: Der Mangel des Sinns führt oft zu Krankheiten oder Krisen
Das, was der Perfekte am meisten ablehnt, ist die Angst vor Veränderung. In sich selbst und auch im Äußeren. Statt das zu ändern, was unbedingt notwendig wäre, stürzt er sich ins Jammern oder im Endstadium in Krankheiten (vgl. auch Fritz Riemann, “Grundformen der Angst”). Der Einstieg in das Perfektionsrad des Berufes kann fatal enden. Äußerer Reichtum wird dem inneren, unsichtbaren Reichtum vorgezogen. Der Beruf dient somit nicht der persönlichen, beruflichen Sinnerfüllung, sondern wird Mittel für das Rache-, Kampf- und Machtspiel mit den Eltern. Dies ist die rebellische Version der Berufswahl (auch übrigens der Partnerwahl). Leidtragende sind dabei nicht die Eltern - weit gefehlt -, sondern die Mitarbeiter und Kollegen der Führungskraft und die Führungskraft selbst - mit Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele.
Viele Frauen (jedoch auch Männer) haben auf der unbewussten Ebene Angst, besser zu werden als die Eltern, gar mehr Geld zu verdienen und dadurch den Eltern unbewusst in den Rücken zu fallen oder die Zugehörigkeit zur Familie zu verlieren. Damit dies nicht geschieht, studieren sie nicht oder wenn dann ‘brotlose’ Studienfächer oder ergreifen Berufe, die sie auch nicht bereichern - weder innerlich noch äußerlich. Frauen sind eher die Angepassten und Gefälligen. Dafür zahlen auch sie in späteren Jahren einen hohen Preis, wenn sie nicht rechtzeitig eine Wende einleiten.
Das Fatale an den Status- und Machtsymbolen ist, dass sie nur die äußere Illusion wahren. Sie sind ein Abbild des äußeren Reichtums, der keine innere Erfüllung und wahrhaftigen, realen Sinn bringt. Er lenkt nur von der meist inneren Leere und dem Mangel ab. Die Karriere ist bei Gehaltsverhandlungen gekennzeichnet von der Erweiterung des Verantwortungsbereiches, in Kombination mit den zusätzlichen Annehmlichkeiten wie Auto, Handy, Laptop - zur freien Verfügung versteht sich. Ohne nach rechts und links, geschweige denn in das Innere bewusst zu hören, zu fühlen und alle Sinne zu aktivieren, streben die Menschen auf der Karriereleiter immer weiter nach oben. Keine Führungskraft sagt in einer Verhandlung: ‘Wissen Sie, das ist ein toller, gut dotierter Job, den Sie mir da anbieten, doch Sinn macht der für mich und meinen inneren Reichtum keinen.’
Statt dass die Erfüllung im Beruf mit den höheren Positionen und den Berufsjahren zunimmt, nimmt sie ab. Gleichzeitig nimmt die innere Leere und der Mangel zu. Es verhärtet sich. Viele Führungskräfte geraten durch die innere Leere in die Sinnkrise. Sie spüren, dass viele Jahre des ständigen Arbeitens, sie nicht erfüllt hat. Ein tolles Auto, ein Handy, dauernde Geschäftsreisen und nörgelnde Mitarbeiter bringen offensichtlich doch keine Erfüllung. Dies ging zu Lasten eines liebevollen Zuhauses, einer von wahrer Liebe getragenen Beziehung sowie zu Lasten motivierter Enthusiasten im Team durch weise Führung mit positiver Macht.
Die Quittung, nie die ‘Fährte’ nach der Berufung aufgenommen und statt dessen das Spiel im negativen Macht- und Perfektionskarussel gewählt zu haben, kommt Jahre später. Sie wird bezahlt durch zerrüttete Ehen/Beziehungen oder langjähriges Single-Dasein mit zahllosen Affären, Motivationslosigkeit, Krisen oder in Form von Krankheiten wie Burn-out, Depressionen, Sucht, Autoimmun- und Autoaggressionskrankheiten (Arthritis, Schilddrüsenunter- und überfunktion, Zöliakie, Sjögren Syndrom, Multiple Sklerose, Tinitus, uvm. vgl. http://bit.ly/u1hzpT). Es ist für den Menschen paradoxer Weise leichter, den Weg der Krankheit, der Rache- und Machtspiele zu wählen als den Weg der Leichtigkeit durch Abgrenzung, Sinn und Eigenverantwortung. Wer seine Berufung wahrhaftig und eigenverantwortlich lebt, wird geführt und beschützt, damit er seine Berufung in der und für die Welt leben kann.
Vom äußeren zum inneren Reichtum oder wie Sie den sinnvollen Beruf finden
1. Von der Illusion zur Realität
Was vorab getan werden muss: Beendigung der Illusion des Perfektionismus und das Loslassen der Illusion der perfekten Kontrolle. Doch um loslassen zu können braucht der Mensch VERTRAUEN und SINN bzw. eine sinnhafte Lebensaufgabe. Um dahin zu kommen braucht er den Blick in die Realität. Die Fragen sind: ‘Perfektion WOFÜR?’ oder ‘Was ist der Sinn der Perfektion?’, ‘Leben und arbeiten WOFÜR?’. Ein sinnorientiertes, selbstbestimmtes und verantwortungsvolle Leben zu führen, von der eigenen (Wahl-)FREIHEIT Gebrauch zu machen, das auf Werten, Würde und Ethik beruht, bedeutet dann auch VERANTWORTUNG zu übernehmen und die daraus - positiven wie negativen - Konsequenzen zu tragen. Das zu können, hat wiederum etwas mit persönlicher Integrität (Treue zu sich selbst) zu tun und erfordert, dass die Menschen “unbestechlich” sind (weder materiell noch emotional) und über tief verwurzelte innere Werte verfügen und diese leben. Wer materiell und emotional unabhängig ist, ist wahrhaft frei!
Wer nicht zu sich selbst steht, also nicht integer sich selbst gegenüber ist, verrät in aller erster Linie sich selbst. Damit verliert er die Selbstachtung. Selbst-Verrat, Verlust der Selbst-Achtung und negativen Macht stehen in einem engen Wirkungszusammenhang - nicht nur bezogen auf die verwendeten Buchstaben. Wer morgens nicht mehr mit reinem Gewissen und Selbstachtung in den Realitäts-Spiegel schauen kann, seine eigenen Bedürfnisse, seine Selbstliebe und den Sinn des Lebens nicht im ‘Spiegel der Realität’ (er)kennen möchte, sich statt dessen nur durch das Perfektionsrad antreiben läßt, der wird von Ängsten geschüttelt und wird letztendlich auch krank. Das ist eine “Selbstverbrennung und -zerstörung”. Es gilt im Leben und bezogen auf den Beruf den Vorhang der Illusion von Perfektion, Kontrolle, Verrat, Missachtung und negativer Macht zu lüften, dann kann die 180-Wende eingeleitet werden.
Es geht um eine Wende der Polaritäten, um Verantwortung und eine Transformation von
Missachtung zur Achtung/Selbstachtung und Abgrenzung
Verrat zur Treue
Perfektionsmus (Hamsterrad) zur Freiheit
Verantwortungslosigkeit (Ego) zur Verantwortung (inkl. Konsequenzen)
Wertlosigkeit zu den Werten (inkl. aller Selbst’s)
negativer Macht (Ohnmacht/Angst) zur positiven Macht
Illusion zur Realität
Sinnlosigkeit zum Sinn
Kontrolle zum Vertrauen
Krankheit zu Gesundheit wie z.B.
Burn-out zum Burn-on (= die positive Lebensaufgabe zu finden. Zu spüren, was in einem brennt und gelebt werden will! Wer Burn-on hat, kennt und lebt positive MACHT, SINN und VERANTWORTUNG!)
2. Der Wille zur Veränderung
Beim Willen zur Veränderung und Entwicklung setzt nach Fritz Riemann bereits die größte Hürde für die meisten an, die sich im Leben der Statussymbole, der Perfektion, der Kontrolle, der negativen Macht, der Sicherheit, des Ehrgeizes, der Ausdauer, der Tradition, der Logik (i.S.v. Konkretes, Nachweisbares) uvm. eingerichtet haben. Dieser Führungstypus möchte unbewusst alles beim Alten belassen. Diese Muster sind weder sinnvoll noch erfüllend, geschweige denn förderlich, doch das Bewährte gibt Sicherheit. Das Neue ist zwar in seinen Überlegungen durch den Verstand erstrebenswert, doch da ihm niemand eine 100%-ige Sicherheit und ein Versprechen geben kann, dass alles im Neuen gut wird, ist er nicht bereit, das alte Leben aufzugeben. Mein Leitsatz dazu: “Ali war glücklich mit seinem Esel, bis er einen Lastwagen sah und damit auch fahren konnte.”
Diese Führungskräfte haben sich Führungsgewohnheiten und -grundsätze geschaffen, an denen sie eisern, stur und unbelehrbar festhalten. Ein Change - innerlich wie äußerlich - rückt in weite Ferne. “Schieberitis” nenne ich dieses Phänomen. Riemann nennt sie die “Trockenkursler”. Sie wollen schwimmen können ohne Wasser berühren zu müssen. Durch dieses Sicherheitsbedürfnis funktioniert die Führungskraft nur noch und gerät gleichzeitig in den Strudel der negativen Macht. Spieltechniken der Macht werden zum Führungsinstrument und sind Teil des eigenen Führungsstils. Sie kontrolliert und manipuliert unbewusst andere schon fast zwanghaft. Sie ist eine ‘Gefangene ihrer Selbsts’. (Anm.: wenig Selbst-Wert, Selbst-Achtung, Selbst-Vertrauen, Selbst-Sicherheit, Selbst-Bewusst-Sein, Selbst-Behauptung, Selbst-Werdung, Selbst-Liebe, usw). Macht- und Psychospiele dienen ihr unbewusst im Führungsalltag, diesen Mangel in ihren ‘Selbsts’ auszugleichen. Hört sich paradox an? Ja, doch die Psychologie des Menschen ist paradox. Andere werden somit in Machtspielen zur Aufwertung der ‘Selbsts’ mißbraucht, spüren dies auf der unbewussten Ebene, so dass Konflikte und Verluste vorprogrammiert sind.
Der Wille zur Veränderung muss zum einen aus dem Verstand heraus kommen und sollte dann auch gefühlt werden (rechte Gehirnhälfte). Eine Möglichkeit, Gefühle und Reaktionen jedweder Art (Freude und auch Wut) zu aktivieren, können zum Beispiel über die systemische Coaching-Technik der humorvollen Provokation erreicht werden. Hier sind alle Gefühle zugelassen und erwünscht, denn letztlich sind diese nur neutrale Energie, die Führungskräfte unterstützt, zum Veränderungs- und Entwicklungswillen zu kommen. Diese Energie dient dem “Motor Veränderung” als Benzin. Jeder entscheidet für sich, ob er damit zur jeweils anderen Seite der Polarität fährt - oder eben nicht.
3. Die Bewusstwerdung
Ist der Wille da und die Führungskraft möchte zu Integrität, positiver Macht, Selbstwerdung und Sinn kommen, muss insbesondere erst die linke Gehirnhälfte (Verstand) der Führungskraft den logischen Zusammenhang von Berufswahl und dem dort ausgeübten Verhalten sowie den daraus folgenden Konsequenzen (Konflikte, Krisen, Krankheiten) verstehen. Die Logik die dahinter steckt, sowohl der Weg dahin wie auch die Konsequenzen, sind so logisch wie eine Programmierung in einem Computer. Bei diesem Prozess geht es weder um falsch oder richtig, um Schuld, gar um eine Bewertung des Verhaltens oder gar des eingeschlagenen Berufsweges. Es geht einzig darum, sich dies in der Retrospektive anzusehen und die Logik der Ursachen dahinter zu sehen und zu verstehen. Durch die Ursachenforschung, die Logik dahinter und das Bewusst werden (oder: klar machen, ansehen) ergibt sich dann rückwirkend ein Sinn und vor allem Selbst-Empathie sowie eine Befreiung von der Schuld. Sie ist wichtig für empathische, sozial kompetente Führung und Selbstführung. Selbsterkenntnis führt zu weiser, menschlicher und sinniger Führung und Selbstführung. Erkenne, was ist und gestalte selbst ab heute verantwortungs-bewusst.
Auf Basis des ‘retrospektiven Sinns’ kann dann auch der Sinn des unter Umständen neuen Berufes gefunden werden. Denn eines ist sicher: jeder Berufsweg, alles, was bisher erlernt, ausgeübt und erfahren wurde, macht rückwirkend und für die Zukunft im Beruf Sinn. Diesen Sinnzusammenhang gilt es heraus zuarbeiten und in einzelne Puzzle zu zerlegen. Bevor dieses Puzzle neu zusammen gesetzt werden kann, können sich Führungskräfte nun wie ein Indianer ‘der eine Fährte Suchende’ nennen. Parallel ist Punkt 4 zu beachten und zu beleuchten.
4. Die Auflösung von Hindernissen und Blockaden
Unser Unbewusstes und unser Umfeld sind genauso intelligent wie unser Verstand. Wenn sich nun eine Führungskraft auf den Weg macht, um zur Verantwortung, innerem Reichtum, Freiheit und Fülle zu gelangen, in dem sie bewusst durch Selbstentwicklung aus der negativen Macht und den Machtspielen aussteigt, stehen unbewusst andere und auch das eigene Unbewusste den anderen positiven Instanzen auf dem Parkett gegenüber. Sie starten den Boykott.
Nun gilt es zum einen, den Vorhang der Täuschung oder Illusion fallen zu lassen und bereit zu sein der Realität, also das, was tatsächlich ist - wie es auch immer aussehen mag - ins Auge zu blicken. Zum anderen ist es wichtig, die Antennen auf ‘Sonderempfang’ zu stellen, um diese Hindernisse und Blockaden - von außen und innen - ganz bewusst täglich wahrzunehmen. Da sich die Führungskraft mit ihren Mustern und Verhaltensweisen so wunderbar in ihrem Arbeitsalltag mit den dazugehörenden Kämpfen, Konflikten und Krisen sowie Widerständen der Mitarbeiter und Kollegen eingerichtet hat, gilt es die Motivation für das Neue heraus zuarbeiten. Wird die Führungskraft rückfällig, da sie unbewusst eher den bekannten, vermeintlich sicheren, jedoch sinnlosen Job bevorzugt, als den unbekannten Job mit Sinn, gilt es sofort wieder die Motivatoren zu aktivieren. Dabei helfen verschiedene sogenannte Anker. Das, was die Führungskraft rückfällig werden läßt, ist die Verlustangst. Angst kann verringert werden oder sich gar verflüchtigen, in dem man bewusst auf sie zu geht, so dass sie keine relevanten, negativen Auswirkungen mehr hat. Loslassen und vertrauen heißt, sich gedanklich in eine Nußschale (Boot) zu legen, die auf dem Lebensfluss entlang schippert, ohne dass die Führungskraft weiß, wo sie landet und wie. Doch die Welt besteht aus Polaritäten. Wenn die Führungskraft etwas losläßt, kommt dafür etwas anderes, meist erfüllenderes und freudigeres in ihr Leben. Doch um loslassen zu können, muss sie die Brille der Illusion gegen die der Realität eintauschen (Punkt 1). Das erfordert VERANTWORTUNG, MUT und VERTRAUEN.
Das Umfeld, das wie das eigene Unbewusste, den neuen Weg gekonnt boykottiert, gilt es im ersten Schritt in Gelassenheit zu begegnen. Hilfreich ist hier der von Empathie getragene Satz “Ich kann es den anderen, meinem Unbewussten und dem Mangel lassen.” Denn Druck erzeugt Gegendruck, Widerstand erzeugt Widerstand. Meine Empfehlung: “Springen Sie bewusst und leichtfüßig wie eine Gazelle über die Knüppel und Boykotts wie z.B. Neid und Missgunst, die Ihnen unbewusst von anderen und dem Inneren zwischen die Beine geworfen werden. Das alte Umfeld empfindet Sie durch Ihren Ausstieg paradoxer Weise als Verräter und wird wieder versuchen sie einzuwickeln. Dabei sind Bewusstsein und Wissen über die eigenen und fremden sowie inneren und äußeren Verführungs- und Machtspiele sowie deren ‘Schachzüge’ förderlich. Im zweiten Schritt sagen Sie DANKE. Danke an den Perfektionismus und lassen ab heute zwischendurch mal alle zehn gerade sein. Dank an alle Menschen Ihres Umfeldes, die Ihnen nur die eigenen Boykotthemen aufgrund des Mangels widerspiegeln wie zum Beispiel den Selbst-Verrat oder die Selbst-Missachtung. Der Blick in den Spiegel gibt Ihnen die Antwort, was Sie auflösen müssen, damit es weiter geht. Im dritten Schritt ist Standfestigkeit gefragt, um nicht in alte Muster und wieder den verführerischen Sirenen des Odysseus zu verfallen. Hier sind Sie als Selbstentwickler gefragt. Zwar kann Sie jemand ein Stück des Weges begleiten und ermuntern (das gibt Ihnen Sicherheit), dass Sie auf dem richtigen Weg sind und der richtigen Fährte folgen, doch laufen sollten Sie - wie ein Kind auch - schnellstmöglich selbst.” Werden solche Themen in einer Gruppe gelöst, ist die gemeinsame, wertschätzende gegenseitige Begleitung der Gruppenmitglieder - auch im und gerade nach dem Seminar - wie auch befristet durch den Seminarleiter und Coach, förderlich und stützend. Auch in der Begleitung ist Abgrenzung und der zeitnahe Ausstieg wichtig.
Auch systemische Coaching-Techniken und systemische Aufstellungen unterstützen hierbei die Auflösung von Blockaden und Hindernissen. Hierbei ist die Würdigung und der Dank derjenigen, die die Führungskraft auf dem alten Weg begleitet haben und durch die man viel gelernt hat, der Schlüssel zur Freiheit und zum Sinn. Jemand danken und würdigen, mit dem man Jahrzehnte oder Jahre lang nur gekämpft oder ihn/sie verachtet hat, ist für viele sehr schwierig, doch auf alle Fälle - mit konkreten, realistischen Zielen - machbar. Der Dank gilt allen Menschen, die sich auf dem Weg der eigenen Entwicklung als kostenloser Spiegel für Resonanz und Erkenntnis zur Verfügung gestellt haben und immer wieder stellen werden bis der Mangel in der Führungskraft ausgeglichen ist und sie aus sich selbst schöpft.
5. Die Umsetzung
a) bewußte (Um-)Gestaltung der jetzigen Arbeit
Ob eine Führungskraft tatsächlich einen neuen Beruf braucht oder ob es nur darum geht, den Sinn und die Erfüllung im jetzigen Beruf zu finden, hängt vom Einzelfall ab. Oft reicht schon, dass die Menschen bewusst erkennen und wertschätzen, welchen außerordentlichen und sinnvollen Beruf sie ausüben, wie sie ihn neu gestalten können und welchen positiven Beitrag sie durch ihre Arbeit und ihre neue Sicht der Dinge zur Unternehmung, zur Menschheit und zur Gesellschaft leisten. Die meisten haben nur einen ‘Schreibtischradius’ und den gilt es zu erweitern. Durch diese Erweiterung, erweitert die Führungskraft plötzlich auch ihren Gestaltungsrahmen - in der Führung und in ihrem Aufgabengebiet. Die Arbeit bekommt (wieder) positiven Sinn.
b) Der neue Beruf - das Berufspuzzle
Gleichzeitig kann es jedoch auch sein, dass eine Führungskraft erkennt, dass sie eigentlich im falschen Unternehmen arbeitet, da dies mit den eigenen, neuen Werten, der nun wahrgenommenen Selbst-Liebe, Selbst-Achtung und Ethik nicht mehr im Einklang steht. Hier setzt nun das ‘Berufspuzzle’ an. Viele kleine und große Talente, Begabungen und Stärken werden heraus gearbeitet und zu einem neuen Beruf zusammengesteckt. Das neue Puzzle braucht manchmal Zeit, um sich zu entwickeln, manchmal geht es auch schnell. Gleichzeitig sollte die innere Bereitschaft aktiviert sein, die Zeichen auf dem Weg des Alltages, als Hinführung zum neuen Beruf, erkennen zu wollen. Denn sie kommen zu 100%. Das ist garantiert.
c) Die Intuition, die Vision und die Berufung - die rechte Gehirnhälfte (das Fühlen und Wahrnehmen)
Für beide Führungskräfte (a+b) gilt: um an den Sinn der eigenen Arbeit zu kommen, ist Visionsarbeit wichtig. Statt Energien in negative Machtspiele, Kämpfe und in den ‘Katapult’ Krankheit, sogar ins Ausgebrannt sein (Burn-out) zu investieren, weil man sich gegen Veränderung und Entwicklung unbewusst wehrt, kann nun diese Energie um 180 Grad ins Positive gedreht und in die eigene Vision und Intuition investiert werden.
Unser Leben auf Erden ist endlich. Der Tod rüttelt eines Tages an jeder Türe. Wer das Geld hat, investiert es heute gern in die auf die Unendlichkeit angelegten Stiftungen, um auf diese Weise und/oder durch eigene Kinder etwas auf Erden zu hinterlassen. Doch auch ohne das ‘große Geld’ sind Visionen und somit eine ‘Hinterlassenschaft’ auf Erden möglich.
Eine Vision ist ein Bild in der Zukunft, das die Führungskraft für sich und ihren Beruf erschafft, sie begeistert, motiviert und sinnstiftend ist. Das wirkt sich auch positiv auf die Mitarbeiter aus. Um da hin zu kommen, ist das Hören der inneren Stimme, die Intuition, wichtig, sowie die Aktivierung der rechten Gehirnhälfte. Dies kann durch Aufstellungen, Stille, Kontaktaufnahme mit der Intuition, Visions-Meditation, Ruhe, Bewusstsein und die Fähigkeit des Fährtenlesens erfolgen. Doch zur Aktivierung der rechten Gehirnhälfte, sowie der eigenen Intuition braucht es Vertrauen und anfangs noch sehr viel Sicherheit und Bestätigung durch einen Begleiter. Das ist normal. Die gute Nachricht: jeder hat eine rechte Gehirnhälfte, ein Bewusstsein und auch eine Intuition. Und Fährten lesen kann jeder in kurzer Zeit lernen.
Parallel zu den oben genannten Übungen, können Fragen zum Burn-on gestellt werden: Was brennt in Dir und begeistert Dich? Was möchtest Du sinnvolles tun? Welchen Beitrag kannst Du mit Deinen Talenten und Begabungen in der Wirtschaft, Menschheit und Welt leisten, die Dich und auch andere mit Sinn erfüllt? In welche Projekte soll Deine Gestaltungsenergie fließen, damit daraus etwas sinnvolles entsteht? Welches ‘Bauwerk’ willst Du als Gestalter Deines Lebens errichten und hinterlassen? Auf was sollen Deine Kinder und Enkel stolz sein? Was soll von Dir zurück bleiben, wenn Deine Erdentage gezählt sind?
d) Das Training im Führungs-Alltag
Um in der Führungsaufgabe wieder Sinn zu finden, bietet der Führungs-Alltag das beste Feld für das Erkennen von Entwicklungschancen und das Praktizieren von täglichen Lernaufgaben. Hier gibt es kein falsch oder richtig, sondern nur die Wachsamkeit, die Fährte zu sehen, die da gelegt wurde und das Sinnvolle für den nächsten Schritt darin zu erkennen. Die neuen Schlußfolgerungen oder Erkenntnisse dienen der weiteren Entwicklung in der Persönlichkeit und Führung. Andere und anderes stellen sich täglich mehrfach zur Verfügung, damit jeder täglich etwas Neues begreifen und somit lernen kann. Die Fährte liegt in der Regel direkt vor den Füßen, wenn die Zeit und die Bereitschaft zu sehen gekommen ist. Manche Führungskräfte können sie nur nicht sehen, da sie im Widerstand sind und Zeichen oft nicht logisch erscheinen. Das Entwicklungsvermögen jedes Menschen, jeder Führungskraft, ist sein größter und kostbarster Schatz und sein Erfolgsfaktor. Man muss kein Seeräuber mit Schatzkarte sein, um den inneren Schatz und Sinn zu finden und zu heben. Leben Sie im Alltag das vor, was Sie von anderen erwarten.
6. Die Abgrenzung
Das Erlernen wertschätzender, achtsamer Abgrenzung sich selbst und anderen gegenüber, ist eines der wirksamsten Mittel, um zur Verantwortung zu kommen. Nebenbei baut es auch noch alle Selbsts auf, denn Abgrenzung stärkt. Abgrenzung ermöglicht der Führungskraft den bewussten Ausstieg aus den vertrauten und beliebten, oft auch Sicherheit gebenden, unterhaltsamen und anregenden, doch belastenden Macht- und Psychospielen. Sie halten die Führungskraft paradoxer Weise lebendig. Wer gibt schon gern die negative und krank machende Lebendigkeit auf, um zur Abgrenzung und Verantwortung zu kommen, wenn er die neue, positive noch nicht kennt oder sieht?
Ist es als Führungskraft wichtig zu finden, was man wirklich will und zu durchschauen, was man tut?
Nein. Sie können es auch lassen. Jeder darf, keiner muss. Nur dann bitte ab heute kein Jammern, Jaulen und Lamentieren mehr. Dann ist ab heute für immer Stille Nacht. Denn jammern und Konflikte anzetteln, ohne Veränderung ist achtlos anderen gegenüber, die auf dem Weg sind und letztlich auch sich selbst gegenüber. Wichtig ist nur, dass die Führungskräfte erkennen, welch hohen Preis sie und auch die Gesellschaft tragen, wenn sie ihrem Ruf nicht folgen, Verantwortung übernehmen und erkennen, was der Sinn ihrer Arbeit und ihres Lebens ist. Dann sollte man offen dazu stehen und sagen: “Ja, ich möchte mich nicht verändern, denn ich bin ein sturer Esel, ich habe mich für das Jammern, den Mangel, die Krankheit oder ein paradoxes Leben entschieden”. Oder: “Ich sitze auf einem Thron, bin ein selbstherrlicher Über-Mensch, ich weiß und bin sowieso besser als alle anderen. Ich lebe gern meine (Schein-)heiligkeit und Verantwortungslosigkeit. Ich genieße sie und schweige ab heute”. Das ist wahrhaftig und achtsam. Dann weiß das Umfeld wenigstens, woran es wirklich ist und bekommt dadurch Freiheit, Selbständigkeit und Eigenverantwortung. Das Fatale ist, dass auch scheinbar Unbeteiligte die Rechnung mit bezahlen:
1. die Führungskraft selbst durch Streß, Krankheiten, oft auch Unfälle und Energieverluste durch Machtkämpfe, letztendlich: Verlust der Arbeit, Verlust von Kontakten, Mitarbeitern und Lebensfreude.
2. Die Mitarbeiter und Partner, weil sie ein Teil des Leides mit tragen, wobei sie sich auch nicht durch einen Ausstieg abgrenzen, dadurch auch krank werden oder in Krisen geraten.
3. Die Unternehmen dadurch, dass sie einen hohen Krankenstand und eine hohe Fluktuation zu verzeichnen haben, die sich in der Abnahme der Produktivität und im Sinken des ROI widerspiegelt. Doch die Unternehmen wollen sich das Thema Psyche nicht ansehen und tabuisieren es.
4. Die Gesellschaft, weil sie kranke Führungskräfte und ‘kranke’ Unternehmen mit finanzieren muss. Doch die Menschen wollen sich die Manipulationsspiele der Unternehmen, Medien, Politik, Kirche, die ihres Umfeldes und ihre eigenen auch nicht ansehen bzw. den Illusionsvorhang runter reißen.
Das ist auch in Ordnung, unter der Prämisse, dass alle, die Entwicklung und den Weg in die Verantwortung bei sich und anderen - bewusst oder unbewusst - durch ihren Widerstand verhindern, sich ab heute STILLE NACHT selbst verordnen.
Die Wahlfreiheit zwischen Stille Nacht und Burn-on.
Sollte Ihnen Stille Nacht nicht zusagen, dann gibt es noch die Alternative Burn-on!
Gerade Unternehmen und deren Führungskräfte sowie die Politik und auch die Kirchen sollten die Hauptgestalter in unserer Gesellschaft sein. Sie haben für die Gesellschaft Vorbildfunktionen. Sie sollten vorleben, was es positives bedeutet, den Ausstieg zu vollziehen, Sinnvolles zu tun, Verantwortung für die eigene Führung zu übernehmen und durch positive Macht aktive und sinnvolle Gestalter hier auf Erden zu sein. Gerade in Zeiten von Krisen, brauchen wir Vorbilder, die aktiv den Ausstieg, den Wandel und die Wende der Polaritäten zum Sinn und vor allem zur Verantwortung vorgehen und vorleben. Es wird Zeit, dass alles, was in der Welt und in der Wirtschaft passiert, frei ist von jeglichem innerem Mangel, somit wieder erfüllenden Sinn bringt und von Verantwortung geprägt und getragen ist. Dafür müssen vor allem Führungspersönlichkeiten ihre alten, negativen Machtmuster loslassen, den Vorhang der Scheinheiligkeit, der Illusion, des Über-Menschen wie auch des ‘Sauber-Manns/Frau’ fallen lassen und zur gestaltenden positiven Macht kommen. Dann macht auch Macht im Positiven wieder Sinn. Dann ‘Macht’ (auch) der Job (wieder) Sinn, weil sie sich selbst und andere mit Weisheit zu einer ‘gesunden’ Welt führen.
Kein anderer Zeitpunkt im Jahr eignet sich so wie Weihnachten, um sich über Sinn, Schein, Mangel, Frieden, Reichtum, Ich-Werdung und über den eigenen Neubeginn (Geburt) Gedanken zu machen.
Wo kann eine Führungskraft das alles lösen? - Werbung in eigener Sache
Die Leere und der Mangel machen Sinn
Ein Zitat von Seneca lautet: “Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es.” Wer seine innere Stimme nicht hören will und die Zeichen (Anm: die Fährte) auf dem Weg täglich ignoriert und rebelliert (im Widerstand ist), statt sich freiwillig zu entwickeln, bekommt irgendwann im Leben eine dicke Rechnung.
Die immer größer werdende innere Leere wird weggeschoben wie ein leeres Glas. Nur leider sitzen wir nicht in einem Restaurant, wo wir auf den unaufmerksamen und unachtsamen Kellner schimpfen können, der unser Glas nicht wieder auffüllt. Der einzige, der das leere Glas im Leben wieder füllen kann, sind wir selbst. Es gilt die Leere und den Mangel im Leben und im Inneren zu würdigen, denn sie kamen, um die Führungskraft in die Erfüllung und Freude zu führen, in dem sie sich auf den Weg macht, den Sinn und die Eigenverantwortung zu finden. Laotse führte schon aus, dass erst die Leere eines Gefäßes oder Hauses, der Hohlraum dazwischen, alles erst brauchbar und sinnvoll macht. Es gilt anzuerkennen, dass die Leere der Führungskraft Sinn macht. Die Beachtung und das Sehen - des Wesentlichen hinter dem Offensichtlichen - führt immer zur Lösung.
Die Wüstenseminare von AVENIDA Coaching & Consulting für den Sinn und die Weisheit in der Führung
Um zur Verantwortung, Freiheit, Fülle, Freude und weiser Führung sowie zur Intuition zu kommen, bietet sich die Leere der Wüste als Spiegelbild des eigenen Berufs- und Führungslebens an. Sie ist die größte und mächtigste Leere der Welt. Ohne Vertrauen, ist der Mensch hier verloren. Sie ist Sinnbild für die Ziel- und Orientierungslosigkeit der Menschen, für ihre Ängste und Entbehrungen, die die Menschen nur für das Ausleben der eigenen Illusion und Rache, ihrer negativen Macht und Gier auf sich nehmen.
Nur in der Leere, Stille und Kargheit kann der Mensch seinen inneren Reichtum für die Führung, den Sinn für den Job und das Leben entdecken. Der Sinn der Wüste erschließt sich offensichtlich nicht sofort. Das Wesentliche, das einem die Wüste gibt, erschließt sich erst bei genauem Hinsehen und Erleben der äußeren Leere. Die Wüste gibt selbstlos viel und fordert ausser Achtung und Achtsamkeit nichts. Das ist für Viele schon zu viel. Kein Seminarort auf der Welt spiegelt den Teilnehmern in dieser Form die Polaritäten der Welt so wieder wie die Wüste: Leere und Reichtum/Fülle, Schönheit und Kargheit/Ödnis, strahlende Helligkeit und tiefe Dunkelheit, Hitze und Kälte, Dürre und Oasen, Realität und Illusion (Fata Morgana). Führungskräfte, die sich der Macht der Wüste widersetzen wollen, gar den Kampf mit ihr aufnehmen wollen, werden verlieren oder weise Führung, inneren Frieden und Reichtum finden. Hier lernt man den Ausstieg aus der negativen Macht und ihren Spielen. Die Natur ist Gestalter und das größte Geschenk der Schöpfung - wie auch jeder Mensch. Wer den Sinn und die Wirkung des Seminarortes Wüste durch Erleben versteht, versteht und erlebt sich selbst (wieder) und erkennt dann auch den eigenen Weg. Bruno Baumann, der fast alle Wüsten der Erde durchschritten hat, schrieb: “In der Wüste bist Du der einsamste und reichste Mensch.” Das gilt es auszuhalten…
Ich wünsche Ihnen von Herzen ein reiches und friedliches Fest mit allen Sinnen. Gehen Sie freudig Ihrer Verantwortung und Freiheit entgegen und feiern auch Sie Ihren Geburtstag, wenn Sie Ihren Burn-on gefunden haben.
Es werde Licht!
Ihre
Alexandra Sigg
P.S. Jeder Vergleich hinkt, doch es ist nie falsch, Parallelen zum privaten Leben und zur eigenen Beziehungsgestaltung zu ziehen (Das Wort ‘Beruf’ kann durch ‘Partner’, ‘Führungskraft’ durch ‘Mensch’ oder ‘Eltern’, ‘Mitarbeiter’ durch ‘Kinder’ usw. ersetzt werden.)
Und an die Eltern unter Ihnen: denken Sie an Ihre Kinder! Lassen Sie Ihre Kinder, egal welchen Alters, los und entlassen Sie sie in die Eigenverantwortung und somit in die Freiheit. Sie sind nicht da, um einen Mangel in Ihnen auszugleichen. Das ist das größte, immaterielle Weihnachtsgeschenk in 2011 für 2012, das Sie weitergeben können. Seien Sie Vorbild und führen Sie Ihre Kinder - vor allem in jungen Jahren - weise.
P.P.S.: Auf Anfrage sende ich gern eine Übersicht über die Ausprägungen negativer und positiver Macht zu. Senden Sie mir eine Mail an: (info@avenida.de) oder rufen Sie mich gern an unter + 49-89-260 264 80.
Die nächsten Seminartermine in der Wüste
1. individuelles, spirituelles Business-Coaching-Seminar
“Freude am Führen aus der goldenen Mitte - der Erfolgsfaktor”
Ausbau, Stärkung und Reflexion über Ihre Führungspersönlichkeit + EQ + SQ
10 Tage - Wüste - Sahara, Marokko (nur für Männer)
Seminar-Nr. FAF-02-12-10RAK, Marokko
SA, 04.02. bis MO, 13.02.2012
2. “Das Seminar.
Ohne Titel und ohne Namen.”
SIGG®, das Gegenmittel für die Volatilität von beruflichen Aktienkursen
10 Tage Wüste - Marokko
Seminar-Nr. SOTON-03-12-10RAK
SA, 03.03.- MO, 12.03.2012
3. Wirtschaftliches & spirituelles Business-Seminar für die Führungs-Elite
“Polaritäten der Macht - vom Mangel zum Sinn und zur Weisheit in der Führung”
10 Tage - Wüste - Sahara, Marokko (nur für Männer)
Seminar-Nr. PODMA-03-11-10RAK, Marokko
MI, 28.03. bis FR, 06.04.2012 (Karfreitag, teilw. Osterferien)
Kürzere Seminarzeiten (1,2,3, 4 oder 5 Tage) und andere Seminarorte sind unter:
www.sinus-cosinus-effekt.de zu finden.
Die Besonderheiten der Seminare sind unter anderem die Methoden:
Hin zur Eigenverantwortung durch die erprobte Vermittlung von leicht anwendbarem Alltags-Handwerkszeug (Sinus-Cosinus-Effekt®-Werkzeug) zur Selbstentwicklung schon während und vor allem für nach dem Seminar.
http://www.sinus-cosinus-effekt.de/Methode_Vorgehensweise
Teilnehmer
Die Seminare eignen sich nicht für “Trockenkursler”, sondern sind für
aktive Schwimmer, die Ihren eigenen Schwimmstil im Führungsleben entwickeln oder verändern wollen.
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27.10.11 von Schwarzwaldmädel.
Das Leben in der digitalen Welt hat meines Erachtens zwei große Ausprägungen und Auswirkungen auf unsere Kommunikation und die Führungsfähigkeit von Führungskräften.
1. Wir leiden an einem Werteverfall der Sonderklasse. Achtung und Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen, Kollegen, Partnern, Kunden usw. sind zwei absolute Fremdwörter für die meisten. Achtung und Achtsamkeit haben etwas mit dem Respekt und Aufmerksamkeit gegenüber dem anderen, seiner Zeit und seinen Bedürfnissen zu tun. Menschen, die keine Achtung und Achtsamkeit leben, leben diese weder sich selbst noch anderen gegenüber. Empathie wird in diesem Kontext auch zum Fremdwort. Ursache für dieses Verhalten: sie haben es selbst nie erfahren. Doch wehe, man ist diesen Menschen gegenüber unaufmerksam und respektlos, dann ist das Geschrei groß. Wie sagt der Volksmund so schön: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück. Ich sage dazu gemäß neuster Forschungen: Unsere Spiegelneurone sind dafür verantwortlich, dass wir so mit einander umgehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich achtsam bin mit mir und anderen, sind die es auch mir gegenüber. Spieglein, Spieglein an der Wand….
2. Unsere digitalen Medien sind für unsere zwischenmenschliche Kommunikation das absolute Disaster. Kommunikation findet heute zu 80-90% nur noch über die digitalen Medien statt, ohne Kontakt. Doch bevor ich mit jemandem kommuniziere, sollte ich die Vorstufe dafür erreicht haben und das ist Kontakt. Doch wer ist heute noch zu wahrem und echtem Kontakt fähig? Kontakt braucht Beziehungsfähigkeit. Das haben viele verlernt. Leider. Statt dessen wird Kommunikation via aneinander gereihten Buchstaben über digitale Medien ausgetauscht, statt im persönlichen Gespräch. Führungskräfte in vorderster Front. Konflikte vorprogrammiert. Und bis jemand einen wohl formulierten Text geschrieben hat, vergeht unendlich viel Zeit. Den Antwortenden kostet das auch wieder viel Zeit. Zeit vergeht und vergeht, sie zerrinnt, in den Fingern. Die vermeintlich Kommunizierenden haben den Zeiträuber digitale Kommunikation aufgetan, sind weder im Kontakt noch haben sie einen Bezug geschaffen. Man schreibt aneinander vorbei! In einem persönlichen Gespräch hätte vieles schnell und einfach geklärt werden können. Persönliche Gespräche haben einen großen Vorteil: es werden auch mehr Sinne angesprochen. Das Hören, das Sehen, das Fühlen, das Riechen. Das ist wohl für die meisten zu viel, so reduziert sich alles auf das Sehen, sprich das Lesen von Buchstaben. Und was ich mich dann immer frage: haben Führungskräfte heute so viel Zeit zum Tippen? Ist das Tippen eine Art Übersprungshandlung, um sich nicht mit der eigentlichen Aufgabe, der Führung, auseinander zusetzen, mit sich selbst, mit dem Gegenüber?Doch die Menschen, die Führungskräfte, verschanzen sich hinter dem Bildschirm. Tolle Kontakt- und Beziehungsmauer! In dem Kontext frage ich mich oft: Wie führen denn heute Führungskräfte? Via PC, I-Phone oder Blackberry? Die Hardware als Führungsinstrument? Geschriebene Buchstaben als Beziehungs-, Kontakt- und Kommunikations- gar Führungstool? Kein Wunder, dass viele Berufstätige innerlich aussteigen und krank werden. Das sind ja schon Kasper Hauser ähnliche Verhältnisse.Ich wünsche mir eines: dass die Menschen sich ihrer Werte bewusst sind, diese leben und ihnen dadurch Abgrenzung möglich ist und somit einen Beitrag leisten für eine werteorientierte Gesellschaft. Und auch, dass wir wieder vermehrt in den persönlichen Kontakt treten und wieder fühlen, wer der andere ist und was er von mir braucht, dass es ihm mit mir gut geht - und mir natürlich auch mit ihm.
Und statt immer wieder neue Führungsseminare zu besuchen, empfehle ich bei der Form “Management by HARDWARE”, eher ein IT-Seminar. Denn was machen Sie, wenn die digitale Kommunikationshardware abstürzt. ERROR. Wie geht es dann in der Führung weiter? So können Sie im Sinne eines klassischen Selbst-Coachings dann wenigsten noch den PC oder das I-Phone selbst reparieren.
In diesem Sinne wünsche ich einen kontaktfreudigen und führungsstarken Tag ohne digitale Kommunikationsmedien bei dem Sie mit anderen in Beziehung treten.
P.S. unter nachfolgendem Link finden Sie den dazu passenden Vortrag von mir. Unterhaltungswert ist garantiert!
http://www.avenida-coaching.de/Vortraege
Punkt 5!
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13.07.11 von Schwarzwaldmädel.
Oft werde ich von Klienten gefragt “ja, und wie geht es nun weiter? Wie kann ich jetzt mein Verhalten, meine Muster und all die anderen Dinge verändern?”Meine Antwort: “Die beste Schule ist das bewusste Wahrnehmen, reflektieren und korrigieren anhand von 0815-Alltagssituationen.”
Die Hintergründe:
Grundsätzlich ist in der Entwicklung und im Leben eines Menschen, jeder Widerstand zwecklos. Das Ignorieren, Weg schauen, Abstreiten, logische Erklären von negativen Ereignissen, Erlebnisse, unerwünschtem Verhalten und Mustern dienen nur einer Verschiebung des relevanten Themas, jedoch nicht der Auflösung, geschweige denn der Entwicklung.
Alles, was den Menschen stört, an sich selbst wie an seinem Umfeld (Privat/Beruf) ist eine Lernaufgabe. Sie hat die “verrückte” Eigenschaft, dass Sie so lange immer wieder in unterschiedlichem Kontext auftaucht, bis der Mensch sie gelöst hat. Und nicht nur das. Zusätzlich haben Lernaufgaben noch den “sonderbaren” Charakter, dass sie von Verschiebung zu Verschiebung größer werden. Von einer anfänglichen Wölbung im Teppich mutiert sie zu einer Erhebung im Alpenvorland bis - bei “Dauerschieberitis” - zum Mount Everest. Dann stehen plötzlich 8.000 m Berg vor einem. Die einen blicken dann sehr erstaunt den Berg an und wundern sich wie groß er ist, andere erkennen den Berg nicht und meinen, es sei eine Wand aus Stein und wieder andere sind der festen Überzeugung - “egal ob Berg oder Wand - das hat nichts mit mir zu tun”.
“Yo”, sage ich da nur. “Die orange farbenen oder gar roten Ampeln unterwegs nicht sehen wollen ist einerseits sehr menschlich, andererseits auch gefährlich.” Der Mensch, der die Vorzeichen nicht erkennen will, erfährt körperlichen und emotionalen Schmerz, Krankheiten, Unfälle, unliebsame Ereignisse und Erlebnisse, Tod, emotionale und finanzielle Verluste, Mobbing, Kündigungen, Burnout, Midlife Crisis, Trennungen/Scheidungen, Konflikte und Probleme jedweder Art, Erfolgslosigkeit, usw. Die Liste ist lang. Es sind alles Lernaufgaben, die der Mensch wie eine unliebsame Mathearbeit über Wahrscheinlichkeitsrechnung auf die Seite schieben möchte. Doch das Leben ist aufgebaut wie unser Schulsystem: in Stufen. Wer das Jahrgangsstufenziel (es ist bei jedem Menschen anders) durch Lernen, Begreifen und Entwicklung nicht erreicht hat, fängt im nächsten Jahr gerade wieder von vorne an. Und jeder Mensch, der mal in der Schule “kleben” geblieben ist weiß: das ist kein gutes Gefühl. Die anderen schwingen sich in die nächste Stufe oder Ebene der Entwicklung und man selbst dreht noch ‘ne Runde.
Doch was braucht der Mensch, damit er seine Lernaufgaben annimmt und diese meistern möchte, um ein Stufenziel in seinem Leben zu erreichen? Er braucht Motivation und Ziele. Oder anders: Ziele, die den Menschen motivieren und ihm erstrebenswert sind.
Dazu ein kleines Beispiel aus meiner Schulzeit: mein Halbjahreszeugnis in der 9. Klasse war erschreckend schlecht. Ich meine mit fünf Vieren - w i r k l i c h sch…lecht. Wie es dazu kam? Familiäre Umstände, Pubertät, Lehrer. Mein Selbstwert war im Keller und mit ihm der Halt, die Orientierung und die emotionale Sicherheit. So saßen also meine vier Kumpels und ich im Keller der Hoffnungslosigkeit. Licht war nicht in Sicht. Doch dann kam meine Mutter und stellte mir die alles entscheidende Frage für die Wende: “Möchtest Du Deine Klasse (ich hatte wirklich einen Spitzen-Klassenverband!) und auch Deine Schulfreunde verlieren?” “Nein”, erwiderte ich. Mein Ziel für den Sommer stand somit fest: Klassenziel erreichen, den Übergang in die 10. schaffen und auf alle Fälle meine Klasse und Freunde behalten. Meine Freundschaften und der Halt, den sie mir (bis heute) geben, war meine Motivation. Doch wie sollte ich das Ziel erreichen? Das “Krisen-Strategie-Meeting” zu hause ergab: Nachhilfe beim Profi. Parallel bat ich noch Schulfreunde um Unterstützung und Nachhilfe. Dass ich evtl. noch mehr Halt, Orientierung und Sicherheit gebraucht hätte seitens der Familie und Lehrer steht auf einem anderen Papier. Emotional ging es mir nicht besser, aber rational gab es Förderung. Es reichte zumindest, dass ich in die 10. kam. In Mathe wurde ich sogar so gut, dass ein lieber Mitschüler eines Tages mit mir nicht mehr lernte als meine Mathearbeit besser ausfiel wie seine.
In vielen unliebsamen Situationen frage ich mich: was ist meine Motivation und mein Ziel/Ziele dort wieder heraus zu kommen. Meine Antworten darauf finde ich in meiner Persönlichkeit/Charakter, meinem Beruf/Berufung, Lebensweg oder meinen Lebenszielen/-visionen.
Sie finden, das hört sich alles so anstrengend an? Eventuell auch kompliziert und aufwendig? Gut, kein Problem. Es geht auch anders. Sie haben ja Wahlfreiheit und auch Entscheidungsfreiheit. Doch dann müssen Sie auch die Konsequenzen der Bequemlichkeit, des Wegschauens, des Verdrängens usw. tragen. Dann lautet meine Empfehlung: beschränken und/oder reduzieren Sie Ihr Leben auf das Notwendigste.
Das heißt im Klartext:
Prima. Die Konsequenzen sind klar. Sie wollen nur so dahin leben. Sie setzen sich einfach in eine Nussschale ins Meer des Lebens und warten, was passiert. Vielleicht geht’s gut und Sie landen sanft am Paradiesstrand oder die Nussschale zerschellt an einem Felsen. Vielleicht kommt auch ein Luxusdampfer vorbei und rettet Sie. Ich kann es Ihnen nicht sagen. Wenn Sie in sich reinhorchen und der Stimme GEHORCHEN, werden Sie wissen, was zu tun ist. Sie können sich auch taub stellen. Das ist auch eine Entscheidung.
Ach, das paßt Ihnen nicht? Sie wollen mehr? Sie wollen etwas anderes, besseres? Prima. Auch gut. Dann erwerben Sie das Kapitänspatent für Ihr Leben. Das heißt:
Wenn Sie sich für Letzteres entschieden haben, dann können Sie ab heute aufhören:
Doch wissen Sie, weshalb die wenigstens Menschen das oben genannte beenden wollen? Es erhält sie am Leben und bringt Ihnen Aufmerksamkeit. Ich weiß, das wollen Sie nicht lesen und halten mich für bekloppt. Ja, auch OK. Ich kann es Ihnen lassen.
Stellen Sie sich nur mal folgende Situation vor: Sie rufen nach Jahren einen guten alten Freund/Freundin an und fragen: “Und wie geht es Euch/Dir?” Und sie/er antwortet statt zu jammern und zu klagen: “Sehr gut, danke. Alles bestens.” Sie spüren: sie/er meint es so wie gesagt. Er/Sie sagt dies nicht nur, weil er/sie sich nicht öffnen und nichts erzählen möchte.
Tja und jetzt. Was sagen oder fragen Sie nun Ihren Freund/Freundin? Über was reden Sie?
Viele Menschen wollen materiellen und immateriellen Erfolg sowie Glück, doch halten Sie es auch aus?
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23.06.11 von Schwarzwaldmädel.
Heute schrieb ich etwas über das WANN unter der Rubrik “Persönlichkeit”.
Ich ergänze weitere 3 wichtige Worte mit 5 Buchstaben:
ALLES
LEBEN
LIEBE
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23.06.11 von Schwarzwaldmädel.
Ich möchte Sie fragen:
1. Wann beginnen Sie zu leben?
2. Wann übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Sein, Tun und Handeln?
3. Wann tragen Sie die Konsequenzen Ihrer Entscheidungen oder Ihrer Entscheidungsmacht?
4. Wann sagen Sie Ihren Liebsten, dass Sie sie lieben?
5. Wann setzen Sie Ihre Wünsche und Träume um?
6. Wann werden Sie sich im Klaren darüber, was und vor allem wer für Sie wirklich wichtig ist in Ihrem Leben?
7. Wann vertrauen Sie? Sich selbst und anderen?
8. Wann hören Sie auf, sich selbst und anderen etwas vor zu machen?
9. Wann entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit, Ihren Charakater und Ihren Anstand?
10. Wann denken und kümmern sich mehr um andere, die Gesellschaft und die Welt statt um Ihr Ego und Ihr Jammern?
11. Wann gestalten Sie? Sich selbst, das Leben, die Gesellschaft?
12. Wann hören Sie auf anzunehmen, Sie hätten noch unbändig viel Zeit, bis Sie die Mohrrüben von unten ansehen?
13. Wann kündigen Sie Ihren Job oder trennen sich von Ihrem Partner, weil es Sie körperlich und seelisch krank macht?
14. Wann erkennen Sie, dass Sie an allem, was Sie erleben, Ihren Anteil haben und der Autor Ihres Lebens sind?
15. Wann steigen Sie aus dem Ihnen Schaden zufügenden Karusell aus und beginnen neu? Morgen? Übermorgen? Oder wie sagte mein Sohn heute in einem anderen Kontext |: über-, über-, übermorgen
(Ich zu ihm im Juni 2011: “na, dann ist 2012 :-)” )
16. Wann setzen Sie die richtigen Prioritäten für Menschen, die Ihnen am Herzen liegen?
17. Wann geben Sie Ihren Widerstand für Veränderung auf (vgl. Eintrag vom 22.6. unter “Persönlichkeit”)?
18. Wann beginnt Ihr Leben?
Viele von Ihnen da draußen, kennen sicher nachfolgende Geschichte, doch sie paßt so gut zum heutigen Tag, dass ich sie nochmals hier wiedergeben möchte:
Die Wäsche seiner Frau
Ein Mann öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze. “Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!”
Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu seinem Freund umdrehte, der das ganze Geschehen verfolgte, sagte er: “Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag den Du lebst, ist ein besonderer Anlass.
Ich bitte Sie, nein ich fordere Sie inständig dazu auf: Leben Sie JETZT! Nicht Morgen! Nicht Übermorgen! Und sagen oder denken Sie nie, dass Ihnen nichts davon läuft!!!
Doch! Sage ich! Nicht etwas läuft davon, sondern Sie! Und zwar vor dem Leben und der Liebe! Vor der Verantwortung! Und Ihr Getriebe ist die Angst. Darf ich erfahren: vor was und wem?
Ich sage: kein Mensch hat etwas zu verlieren, ausser sich selbst. Hätten Sie vor diesem Verlust auch noch Angst, wenn Sie zu 100% wüßten, dass Sie morgen der Umsatzgenerator eines Bestattungsunternehmens sind?
Aber Sie haben die Freiheit der Wahl! Sie können es auch lassen und davon laufen! Nur auch dafür müssen Sie die Konsequenzen tragen! Die Konsequenz, nicht gelebt und nicht geliebt zu haben. Nie dem Menschen, den Sie wirklich lieben, gesagt zu haben: ICH LIEBE DICH.
Oder wissen Sie zu 100%, dass Sie morgen nicht sterben werden?
Allen Lesern wünsche ich VIEL LEBEN und VIEL LIEBE.
Ach, wieder die 5 Buchstaben (vgl. unter Rubrik “Alltag”), die ALLES (5!) verändern (können, wenn Sie es denn wollen)!
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23.06.11 von Schwarzwaldmädel.
… war glücklich mit seinem Esel, bis er einen Lastwagen sah.”
Das ist einer meiner Lieblingszitate.
Heute, auf der Fahrt von München nach Freiburg, telefonierte ich mit einer Freundin und dieser Satz kam mir in den Sinn und ich teilte ihn ihr - bezogen auf ihr Persönlichkeitsentwicklung - auch mit.
Und mir wurde dabei klar: es reicht nicht nur, den Lastwagen zu sehen und all seine Vorteile zu erkennen. Bevor der Mensch ihn nutzen kann, braucht er auch den (Selbst-)Führerschein dazu.
Solange er den nicht hat, bleibt es beim Ansehen.
Meine Empfehlung: davor erst den Führerschein Klasse 3 (weiß nicht wie die neue Bezeichnung dafür heißt
) zu machen und dann erst den 2er.
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22.06.11 von Schwarzwaldmädel.
Manche “Zufälle” sind keine: Wir greifen “wahllos” nach einem Buch - und finden dort eine Antwort, nach der wir lange gesucht haben. Oder wir denken an einen alten Freund, den wir Jahre nicht gesehen haben, und in derselben Minute ruft er uns an. Wir bauen einen Unfall oder verletzten uns und sind der Meinung, das war Zufall oder ist eben so.
C.G. Jung hat das nichtkausale, quasi magische Zusammentreffen von zwei Ereignissen als “Synchronizitäten” beschrieben. Synchronizitäten ereignen sich ständig - wir nehmen sie in den meisten Fällen nicht wahr. Wenn wir meditativ oder kontemplativ gestimmt sind, erkennen wir diese “Zufälle” jedoch leichter.
Der Begriff Synchronizität (Wikipedia)
Es handelt sich bei der Synchronizität um ein inneres Ereignis (eine lebhafte, aufrührende Idee, einen Traum, eine Vision oder Emotion) und ein zeitlich darauf folgendes äußeres, physisches Ereignis, das wie eine (körperlich) manifestierte Spiegelung als Antwort auf den inneren (seelischen) Zustand wirkt. Um das Doppelereignis tatsächlich als Synchronizität definieren zu können, ist es unerlässlich, dass das innere chronologisch vor dem äußeren Ereignis geschehen ist, da im umgekehrten Fall angenommen werden kann, dass das innere Phänomen auf das äußerlich wahrgenommene Vortagsereignis reagiert (womit wieder eine quasi kausale Erklärung möglich wäre).Empfehlung:
um wahrzunehmen, wohin das Schicksl sie schiebt (die Willigen) bzw. zerrt (die Unwilligen), können Sie sich ein sog. Synchronizitäten-Tagebuch zulegen, in dem Sie alle Ereignisse, die sich nicht als “normal”, “Zufall”, Schmerz, Leid, ungeahnte Freude und Glück titulieren würden, in ihr Tagebuch aufschreiben. Versuchen Sie Ihre Gedanken vor dem Eintritt des Ereignisses oder Erlebnisses zu rekonstruieren. Gleichzeitg erforschen Sie Ihre Gefühle hinter den Gedanken wie Angst, Sorgen, Nöte, Liebe usw. und versuchen einen Zusammenhang zwischen den Gefühlen und dem Ereignis erzustellen. Oft sind es auch Gedankengegänge über einen längeren Zeitraum, die im Kontext mit dem Ereignis stehen.
Das braucht etwas Übung und am besten noch Austausch mit Menschen.
Ich wünsche Ihnen dabei viel Vergnügen. Sie werden staunen!
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22.06.11 von Schwarzwaldmädel.
Berufung - das erscheint als ein antiquierter Begriff, den wir aus der Bibel kennen. Heute sind doch höchstens noch Künstler berufen. Falsch, sagt uns eine “innere Stimme”: Jeder Mensch ist zu etwas berufen. Wer nicht erkennt, was “sein Ding” ist, wer sich seiner Berufung verweigert, zahlt dafür einen hohen Preis.Oft sind die Menschen erfolgreich, die ihre Berufung zum Beruf machen. Doch nicht nur das. Erfolgreiche Menschen, gerade in Zeiten sich ständig wandelnder Märkte, zeichnen sich durch eine konsequente Orientierung an der eigenen Begeisterung aus. Talente, Stärken und Begeisterung, sind somit deren Erfolgsfaktoren. Erfolgsgaranten: Bei erfolgreichen Menschen findet sich immer das gleiche Muster:
Begeisterung:
Die Begeisterung wird oft entscheidend geprägt durch die Eltern oder andere Bezugspersonen, an denen man sich orientiert hat, an denen man sich aber auch gerieben hat. Ihre Begeisterung war einst Richtschnur oder hat den Widerstand mobilisiert und so eigene Begeisterungen entfacht.
Die Welt weckt mehr Ängste als Hoffnungen. Ist Persönlichkeit in Zukunft eine Frage des Konstruktionsplans? Was geschieht mit der Individualität des einzelnen? Wie eine unbewusste Auflehnung gegen den wissenschaftlichen Machbarkeitswahn wirkt es da, wenn sich Millionen intensiv mit Biographien beschäftigen: Heute sind Filme und Bücher dann besonders erfolgreich, wenn sie individuelle Schicksale nacherzählen. Und nicht nur in der Psychotherapie, selbst in den seichtesten Talkshows geht es darum, Lebensgeschichten zu rekonstruieren. Wir möchten uns vom Geheimnis eines Menschen und der Besonderheit seines Charakters faszinieren lassen. Vor allem, weil wir uns auch selbst als einzigartiges Wesen begreifen wollen:
“Etwas drängt uns in eine bestimmte Richtung”(C.G.-Jung-Schüler (und späterer Jung-Dissident) James Hillman)
Entdecken Sie wieder Ihre Einzigartigkeit!
Lt. Hillmann:
Aber unsere Lebensweise drängt uns vom Kurs:
Der Mensch, der glücklich und gesund sein möchte, muss herausfinden, wer er bereits ist, nicht was er wird.
(Picasso sagte: “Ich entwickle mich nicht - ich bin!”) Nur wer sein Fundament, seinen Grund gefunden hat, kann seine Persönlichkeit entfalten. Die eigentliche Menschwerdung gelingt erst dann, wenn wir in Übereinstimmung mit unserer Bestimmung leben und dem Ruf unseres Schicksals, “der Berufung” folgen.
Dieses Schicksal haben wir uns als eine Idee vorzustellen, als Lebensprogramm, das uns von Anfang an mitgegeben ist. Wir kommen mit einem fertigen Plan auf die Welt. Der Plan determiniert jedoch nicht unser Leben - er ist vor allem eine Möglichkeit, die Möglichkeit. Damit wir den Plan einhalten können, ist uns eine innere Stimme zugesellt.
Jeder Mensch betritt die Erde mit einem unsichtbaren Doppelgänger, der ihn zeitlebens begleitet und zu seiner Bestimmung und Entfaltung leiten will.
Die innere Stimme
Selbst wenn wir bereit sind, auf die innere Stimme zu hören - wie teilt sie sich mit? Denn täglich reden zig Menschen auf uns ein. Zusätzlich weiß es der/die PartnerIn oder die Eltern oder die Freunde immer besser als man selbst. In der Flut der Informationen ist es oft schwierig geworden, die “Vorladungen des Schicksals” zu entziffern.
Sie möchte das gesamte Dokument dazu lesen? Dann schreiben Sie mir eine Mail an avenida()avenida(dot)de
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22.06.11 von Schwarzwaldmädel.
Wikipedia: Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien, sind Energien aus Quellen, die sich entweder kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt.
Albert Schweitzer sagte, dass jeder Mensch einen Inneren Arzt in sich trägt. Ist ein Mensch, der sich dieses Inneren Arztes nicht bewußt ist und ihn deshalb auch nicht aktivieren kann, nun krank, fragt er einen Arzt, was er tun kann. Der Arzt kann uns nicht heilen, das kann nur der Körper selbst. Der Arzt näht, gibst, operiert, doch letztlich schließt der Körper die Wunde selbst. Diese Heilung vollzieht der Körper sowohl bei äußeren wie auch inneren, seelischen Verletzungen. Wenn wir allerdings zu viele Baustellen an inneren wie auch äußeren Verletzungen haben, dann ist auch unser System überfordert. Erkennen wir es nicht selbst, zieht unser Körper die Handbremse und zwingt den Menschen durch Symptome wie z.B. chronische Krankheiten, Müdigkeit, usw. zur Ruhe. Die meisten Menschen betreiben keine innere und äußere Gesundheitsvorsorge. Sie lassen es meist bis zum Äußerten kommen.
Ist der Körper (auch übrigens die Natur) durch äußerliche, sichtbare Verletzungen oder durch innere negative Gefühle und Gedanken aus dem Gleichgewicht, gehen in unserem System die roten Alarmglocken an. Alles nur Erdenkliche in uns wird aktiviert, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Dabei bedient sich unser Körper- und Seelensystem der eigenen, kostenlosen inneren Apotheke. Der Mensch ist sich selbst ein nie versiegender Quell und kann sich somit selbst erneuern und regenerieren. Dieses uns innewohnende regenerative Potenzial gilt nicht nur im Bezug auf äußeres Ungleichgewicht, sondern auch bezogen auf das innere. Jeder Mensch, kann, wenn er denn will, seine inneren Kompetenzen und Ressourcen selbst aktivieren und wiederbeleben.
Wenn wir Menschen auf die Welt kommen, sind wir mit allem, was wir brauchen, vor allem mit viel Liebe, ausgestattet, was wir für unser inneres und äußeres Gleichgewicht brauchen. Dieses Potenzial ist vorhanden und auch aktiv. Nun sind wird nicht alleine auf dieser Welt, sondern auch unser Umfeld. Das Verhalten unserer Umwelt sorgt dafür, ob nun unser angelegten Talente, Begabungen, Eigenschaften, unser Selbstvertrauen, unsere Selbstliebe, unser Selbstwert, unser Selbstbewußtsein und unsere Streßresistenz gestärkt oder geschwächt werden. Unterstützt das Umfeld unterbewußt diese Ressourcen (Quellen) nicht, so verkümmern sie und bekommen keinen nahrhaften Boden, auf dem sie erblühen können.
Doch diese Ressourcen sind nicht verschwunden, sie haben sich in der Regel nur “eingekapselt” und versteckt, da sich keiner dafür interessiert. Durch systemische Coaching-Techniken kann eine Aktivierung und Wiederbelebung unserer (unbewußten) Kompetenzen und Ressourcen stattfinden. Dadurch werden sie für den Menschen bewußt und für ihn selbst wie für das Umfeld erlebbar. Der Zustand des inneren wie äußeren menschlichen Gleichgewichts (Mitte) wird (wieder) hergestellt.
Ein Coach hat dabei die Aufgabe wie ein Arzt. Er kann den Menschen nicht “heilen” oder ihm die Kompetenzen und Ressourcen “einpflanzen”. Das braucht er auch nicht, denn sie sind schon da. In einem Coaching-Prozess, sei es im Einzelcoaching oder einem Coaching-Seminar begleitet der Coach den Klienten bei der Aktivierung. Der erste Schritt ist der, dem Klienten bei der Bewusstwerdung und beim Staunen, was er doch alles an Potenzial in sich trägt sowie beim Einschwingen in die Mitte, zu unterstützen. Im zweiten Schritt erfolgt die Aktivierung. Im dritten Schritt reicht er dem Klienten für den Alltag taugliches Handwerkszeug, damit sich der Mensch im Sinne der Nachhaltigkeit immer wieder selbst regenerieren kann und die Techniken auch praxistauglich sind.
Dieses Prozedere ist sowohl auf das System Mensch wie auch auf ein Unternehmenssystem übertragbar. Ist ein Unternehmen im Ungleichgewicht bzw. in Schieflage, spiegelt sich dies im Unternehmensgewinn bzw. - verlust wieder. Die Ausgewogenheit von In- und Output steht in keinem Verhältnis mehr. Das Unternehmenssystem besteht ebenso wie der Mensch aus Ressourcen und Kompetenzen. Das sind die Menschen, das Human Capital, die ihr Potenzial dem Unternehmen zur Verfügung stellen. Das ist Arbeitskraft, Ideen, Kreativität, Talente, Stärken, Fähigkeiten, Wissen und vieles mehr. Es liegt der Verdacht nahe, dass ein Unternehmen, das im Ungleichgewicht ist, die Mitarbeiter (unverschuldet) im Ungleichgewicht sind. Den Mitarbeitern scheint etwas zu fehlen. “Nachhaltiges Wirtschaften” im Sinne einer lang anhaltenden, beständigen Wirtschaftlichkeit bedeutet auch, die Ressource Mensch in Unternehmen wertzuschätzen. Der In- und Output von Unternehmen zu den Mitarbeitern besteht dabei aus mehr als nur “Entlohnung” gegen “Arbeitskraft”. Wenn Unternehmen von Mitarbeitern zu viel Output ziehen (im Extremfall auslaugen) und Mitarbeiter zu wenig Input (meist immaterieller Art) erhalten, dann wird die Quelle Mensch für das Unternehmen versiegen. Unternehmen sollten darüber nachdenken wie sie ” Arzt” für die Mitarbeiter sein und Input liefern können, um dadurch in die “erneurbarer, regenerativer Energie Mensch (Mitarbeiter)” zu investieren. Dann gibt es auch wieder einen gesunden Output. Die Investition zahlt sich aus. Dies ist auch ein Teil unternehmerischer Verantwortung.
Mit dieser Haltung und Einstellung leisten Unternehmen im ökonomischen wie ökologischen Sinn einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Dauerhafte und tragfähige Nachhaltigkeit auf dieser Welt beginnt in der kleinsten Systemeinheit, im Menschen. Die Veränderung, die die Menschen im Unternehmen oder auf dieser Welt sehen wollen, beginnt in ihnen selbst, indem sie ihr eigenes, inneres Gleichgewicht selbst wieder herstellen. Der Mensch selbst ist ein lebendiges System aus “erneuerbarer Energie”, das aktiviert werden kann und aktiviert werden will. Dies funktioniert, solange Output und Input, Geben und Nehmen im ökonomischen wie ökologischen Gleichgewicht sind. Ist dies nicht der Fall, entstehen wirtschaftliche, innere und äußere (Wirtschafts-, Natur-)Krisen. Jeder Mensch kann somit persönlich einen nachhaltigen Beitrag für weniger Krisen, weniger Naturkatastrophen und eine bessere, gesündere Welt leisten.
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22.06.11 von Schwarzwaldmädel.
Verdrängung in der Psychologie geht mit Begriffen einher wie Abwehr, Nichtwissenwollen und Unterdrückung von tabuierten sowie bedrohlichen Themen und Problemen. Verdrängung in der Physik beruht auf dem Archimedischen Prinzip. Es besagt, dass das Gewicht der verdrängten Flüssigkeit gleich gross wie das Gewicht des schwimmenden Körper ist. Zwischen den beiden, der Psychologie und der Physik, gibt es Parallelen. Sie hinken vielleicht etwas, doch wie sagte vor Jahren ein Freund zu mir: ‘Vergleiche hinken, doch es ist nie falsch, Parallelen zu ziehen’.
In der Physik ist ein System in einer Flüssigkeit bestrebt, in seinen Gleichgewichtszustand zu kommen. Beim Schaffen des Ausgleichs des auf ihn wirkenden Drucks entsteht ein Auftrieb, der zum Beispiel dafür Sorge trägt, dass Schiffe im Wasser schwimmen. Die Verdrängung des Menschen von seinen unterbewußten Themen, Problemen und psychischen Belastungen, in der sein System auch nach Ausgleich sucht, verursacht bei ihm dauernden Aktionsmus und Bewegung. Der permanente innere Druck der psychischen Belastungen aus dem Unterbewußten versucht “alles in Schach zu halten”. Das System Mensch möchte - wie der Gegenstand im Wasser - den seelischen Druck ausgleichen, um einen Gleichgewichtszustand herzustellen. Doch der Mensch und seine Verdrängungskunst lassen es nicht zu, dass die Themen an die Oberfläche des Bewußtseins kommen. Er wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, drückt die Themen runter ins Unterbewußte und ist im Widerstand. Doch wird der Gleichgewichtszustand im Menschen nicht erreicht, äußert sich dies - je nach Menschentypus - in psychosomatischen Krankheiten (u.a. Autoaggressionen), Burnout, Fehlleistungen, Neurosen, unermüdlicher Leistungsbereitschaft, ziellosem Aktionsmus und Bewegungsdrang, Flucht vor dem Wesentlichen, dauerndem Kampf und permanenten Konflikten.
Diese Abwehrmechanismen und der innere Druck kosten viel Kraft und Energie und sind jedoch auch zeitgleich unsichtbare Triebfedern und Energiequellen. Das gibt dem Menschen Auftrieb (Archimedisches Prinzip) und steigert seine Abwehrlust, um noch wenigstens einigermaßen existieren zu können. Der verdrängende Mensch hat Angst vor dem Loslassen von Altbewährtem, der “Entthronung” der Eltern, dem “Leichen aus dem Keller holen”, dem Nachgeben und dem sich Hingeben, der Bewusstwerdung und dem Lösen der Probleme und Themen. Er glaubt, dass er dann die Kontrolle über sich verliert, haltlos absinkt und auf dem Meeresboden der Tatsachen ankommt. Er müßte erkennen, dass er Verantwortung für sich übernehmen muss und für alles, was er tut, die Konsequenzen zu tragen hat. Auch das will das Unbewußte im System Mensch nicht. Das scheint anstrengender zu sein als die Bewusstwerdung. So strampeln und wehren sich Menschen lieber so lange, bis aus der Sahne Butter wird. Dass der, der den Widerstand aufgibt und nicht mehr verdrängt, aufsteigen kann wie der Phönix aus der Asche, erkennt sein System und sein Bewusstsein nicht.
Nach dem Archimedischen Prinzip ist es so, dass das menschliche System dann erst zur Ruhe kommt, wenn das System mit sich und der Umgebung im Gleichgewicht ist (Physik: gleich viel wiegt). Es sind Begegnungen auf Augenhöhe, bei der nicht Abwehr, Verteidigung, Unterdrückung oder Verstecken von Themen und Problemen einen Relevanz haben, sondern die Ausgeglichenheit. Es geht um das bewußte Ansehen und Auflösen von Themen. Dann können die vorhandenen Kräfte, die der Verdrängung dienten, nun in das Leben und die Lebensaufgaben investiert werden, statt in die eigene Verteidigung und dem permanenten Versuch der Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts. Es kommt im positivsten Sinne zu einem Stillstand, zu Ruhe und Gelassenheit und zur Annahme dessen, was ist. Letztlich zu privatem und beruflichen Glück und Erfolg.
Probleme und Konflikte entstehen in der Kindheit aus dem Zwiespalt des Annehmens unserer ureigensten Triebe und der Beachtung und Einhaltung der Regeln sowie Grenzen über Verhaltensweisen. Eltern und Erwachsene legen fest, was Kind darf und was nicht und unterdrücken entsprechend ihrer Erziehung, Normen, Ansichten und aus Prestige Unerwünschtes. Damit werden Triebe als auch positive und negative Emotionen schon früh beschränkt und gezähmt. Wer durfte als Kind schon tapfer mit dem Nachbarsjungen kämpfen wie ein Ritter, sich wütend auf den Boden werfen und alle Umstehenden fanden das normal? Doch bevor Kinder gehorchen und Grenzen integrieren, rebellieren sie, was wir als Widerstand, Trotz oder Pubertät bezeichnen. Andere rebellieren gar wenig und werden gleich auf Rückzug programmiert.
Doch geben Sie sich nicht dem Irrglauben hin, der bezwungene Widerstand der Kinder wäre nach den Phasen verschwunden. Nein, im Gegenteil. Er hat sich nur mal eine Zeit lang, bis ca. zum 35-55. Lebensjahr, versteckt. Der unterdrückte oder niedergeschmetterte Widerstand bleibt im Phänomen der Verdrängung bis ins Erwachsenenalter erhalten und brodelt vor sich hin. Es ist wie eine Form der unbewussten Rache “Das vergesse ich (Dir/den Eltern) nicht.” Doch Rache ist letztlich nichts anderes als Selbstboykott, der ein erfülltes, glückliches selbst bestimmtes Leben verhindert. Die Folgen sind, dass nicht gelebte Triebe und Emotionen des Menschen sich schon in früher Kindheit oder später gegen den eigenen Körper und gegen die eigene Seele richten (vgl. psychosomatische Krankheiten). Gern werden Erlebnisse und Ereignisse der Kindheit dann auch von den “Unterdrückten” aus dem Bewußtsein gestrichen, doch im Unterbewußten, dem “Versteck”, kocht der Vulkan weiter.
Die Verdrängung alles Unerwünschten hält der Mensch mit viel Kraft und Energie wie ein Ball unter Wasser. Je größer der Ball bzw. das Volumen an Verdrängtem desto mehr Aufwand und Anstrengung muss er betreiben, um das, was nicht gelebt werden darf und soll oder er nicht sehen will, zu unterdrücken. Darin besteht seine tägliche Leistung statt diese Energie und Kraft den Lebensaufgaben zu widmen und dort zu investieren. Um jedoch zeitgleich zu der inneren Verdrängung und der Aufrechterhaltung des Widerstands täglich auch noch Job, Familie, Sport usw. zu bewältigen, muss das System Mensch nochmals zusätzliche Energie, mindestens das Doppelte, aufwenden. Beides zusammen ist unmenschlich. Doch wie lange geht das physisch und psychisch gut? Nehmen Sie doch mal einen Ball, der Ihr Körpervolumen hat und drücken ihn mal in einem Schwimmbecken unter Wasser? Na, halten Sie das einen Tag durch? Allein bei der Vorstellung bekommen Sie einen ungefähren Eindruck und Gefühl wie viel sie in Ihrem Unterbewußtsein verschlossen halten und verdrängen und wieviel Kraft Sie dafür täglich aufwenden.
Männer haben von Natur aus mehr Kraft und Energie zur Verdrängung der unterbewußten ‘Problem-Bälle’ als Frauen. Und das in jedem Lebensbereich. Sie sind Ausdauernde im Spiel “Ball-unter-Wasser-drücken” (dem Verdrängen), mehr auf Abwehr aus und kampfbereiter sowie abwehrfreudiger als Frauen. Frauen gestehen sich eine Schwäche schneller ein als Männer und sind nachgiebiger. Sie stehen dazu, wenn sie einem Druck nicht mehr Stand halten (Ausnahmen bestätigen die Regel). Bälle, prall gefüllt mit Themen und Problemen kommen bei ihnen schneller an die Wasseroberfläche (das Bewußtsein) als bei Männern. Während Frauen gern nach Lösungen suchen, Ratschläge erteilen und sich entwickeln, findet der Mann seine Freude und Beschäftigung im Abwehren und im Kräftemessen gegen den Druck der Verdrängung. Eine Triebfeder, die ihn auch in das Hamsterrad des Burnouts einsteigen läßt. Das vollzieht er ebenso unbewußt wie die Verdrängung. Doch wie schrieb Seneca so schön: ” Den Willigen führt das Schicksal den Unwilligen zerrt es dahin.”
Aufgrund der meist männlichen “Königsdisziplin Kampf & Abwehr” und der daraus resultierenden Folgen, sind Männer stärker von Burnout betroffen als die Frau. “Die Meister der Verdrängung” sind meist spitze in ihren Jobs und kommen auch im Urlaub nicht zur Ruhe. Selbst in dieser Phase wird die durch die Verdrängung frei werdende Energie noch im Aktionismus verschleudert statt in der Ruhephase aufzutanken. Hinzu kommt, dass sich Männer Schwächen nicht eingestehen, sie Entwicklung nicht brauchen, da doch “alles bestens ist”, Lösungen nicht erwünscht sind und schon gar nicht von anderen. Sie haben keine Probleme und Themen bis sie im Krankenhaus liegen aufgrund von Burnout, Unfällen oder sonstige Krankheiten. Ihr inneres und äußeres Kräfte messen dient mehr dem Ego als Friedfertigkeit. Und das Ego braucht Pflege. Das unbewußte innere TV-Programm das der Aufgabe des Widerstandes entgegensteht heißt “Friedfertigkeit und Entwicklung ist unmännlich”. Und nicht nur das. Es ist auch die Angst nach der Entwicklung nicht mehr der zu sein, der man(n) ist. Eine pseudo-Verlustangst der Identität. Dabei ist die Identität, das wahre Ich, noch gar nicht im bewußten Leben aktiv. Identität bedeutet, den Weg zu sich selbst zu gehen.
Doch wo soll Mann den heute noch verteidigen und abwehren wie es seiner Natur entspricht? In der Kindheit verpönt, im Erwachsenenalter öffentlich ausgetragen, ausgeschlossen. Kämpfe im Außen, wie z.B. in Arenen, gehören der Vergangenheit an. So fechten Männer heute lieber in ihrem Inneren oder mit ihrem Umfeld, statt sich zu entwickeln und den Hafen des friedlichen Kriegers, die goldene Mitte der Selbstführung, mit Ruhe und Gelassenheit zu erreichen. Sie lieben den inneren Kampf und die Abwehr im verrückten Glauben, als Held aus der Arena des verdrängten Unterbewußten zu treten, in der sie gegen Naturgesetze angetreten sind. Doch weit gefehlt. Wie wir alle aus der jüngsten Vergangenheit wissen, ist der Mensch gegen die Naturgesetze und -kräfte machtlos.
Entwicklung bedeutet auch Forscher “in eigener Sache” zu sein und dabei den inneren und äußeren Kampf aufzugeben. Schritt für Schritt kann jeder Mensch in seinem Tempo die Treppenstufen hoch ins Bewußtsein gehen. Damit übernimmt der Mensch 100%-ige Verantwortung für eigenes Tun und Handeln und trägt dafür auch die Konsequenzen. Jeder Mensch ist “seines Glückes Schmied” und kann frei entscheiden, ob er im Kampf- oder Freiheitsmodus sein weiteres Leben verbringen möchte. Die einen machen sich auf den Weg, andere eben nicht. Das ist Wahlfreiheit.
Sie fragen sich nach den Zeilen, was Sie nun tun können? Eine Frage, die ich nicht mit ein paar Worten beantworten kann. Doch so viel: geben Sie nach, entspannen Sie sich, legen Sie das Kampfschwert in die Vitrine im Wohnzimmer, vertrauen Sie und lassen Sie den Ball los, damit er an die Oberfläche Ihres Bewußtseins aufsteigen kann wie der Phönix aus der Asche. Ihre Leben, Ihr Körper, Ihre Seele und Ihre Mitmenschen werden es Ihnen danken. Denn wir sind alle nur Menschen.
Für Menschen, die sich auf den Weg machen wollen, obwohl noch Widerstände vorhanden sind, kann ich meine beiden Websiten zur Auflösung empfehlen: Einzelcoachings: www.avenida-coaching.de
Seminare: www.sinus-cosinus-effekt.de
Ach, übrigens, an die Frauen gerichtet: Ich möchte Männer und Frauen nicht vergleichen, doch es nie falsch, Parallelen zu ziehen
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